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Neue Häuser am Laakkanal, Visualisierung

Richtfest »Hohe Düne 29a« am 25.10.2019

Richtfest »Hohe Düne 29a«, WG WARNOW, Rostock
Richtfest »Hohe Düne 29a«, WG WARNOW, Rostock

Das Glück mit all seinen Symbolen ist ständiger Begleiter der baulichen Tätigkeit seit dem Mittelalter. Und viele dieser symbolischen Meilensteine haben sich bis heute erhalten. Einer von ihnen ist das Richtfest.
Das wurde nun gefeiert in Rostocks Norden. Das neue Haus »Hohe Düne 29a« mit 14 modernen Genossenschaftswohnungen nimmt Gestalt an. Der Rohbau ist fertig gestellt und der Dachstuhl errichtet. Bauherr ist die WG WARNOW, die hier auf historisch bedeutsamen Gelände eine weitere Fläche für ihre Mitglieder erschlossen hat.

Am Vormittag des 25. Oktober begrüßte die Wohnungsgenossenschaft Planer, Handwerker, Mitglieder und Presseleute auf der Baustelle; wegen des unbeständigen Wetters zunächst im Festzelt. Die Richtkrone, die am Haken des großen Baukrans hing, war eine gute Landmarke für die zahlreichen anreisenden Gäste.

Die Eröffnungsrede hielt Thomas Paulus, neuer Vorstand der WG WARNOW. Er erinnerte unter anderem an die aufwändige Bodenerschließung und an die Arbeit des Munitionsräumdienstes. Der ehemalige Flugplatz der Arado-Werke war im Zweiten Weltkrieg bombardiert worden.
Auf diesem Gelände entstanden schon 1954 die ersten Genossenschaftswohnungen der ehemaligen AWG Warnowwerft. Diese Pionierarbeit sollte Vorbild für weitere Genossenschaften in der DDR werden. Einige dieser Menschen, die damals selbst mit anpackten, waren unter den Gästen. Thomas Paulus sprach ihnen einen besonderen Dank für die langjährige Treue aus.

Als Gastredner übernahm Chris Müller-von Wrycz Rekowski, als stellvertretender Oberbürgermeister Rostocks, das Mikrofon. Er stellte den sozialen Aspekt der Wohnungsgenossenschaften für Rostock heraus. Demnach werden etwa 70.000 Wohnungen von Rostocker Genossenschaften oder kommunal betrieben – ein Vorteil in einem angespannten Wohnungsmarkt. Weiteres Lob gab es für das lokale Engagement für die Kultur und den Sport in der Hansestadt.

Im Anschluss versammelten sich die für das Projekt wichtigen Persönlichkeiten gut sichtbar im Dachstuhl: Dr. Werner Stopperka, Steffen Laser, Chris Müller-von Wrycz Rekowski und Thomas Paulus*. Der Zimmermann hielt den traditionellen Richtspruch und teilte den Schnaps aus. Die leeren Gläser wurden anschließend auf den Boden geworfen. Sie alle zerbrachen (Gottseidank): Auch das ist ein Ritual aus alter Zeit, das für eine glückliche Zukunft steht. Danach galt es, das handwerkliche Geschick unter Beweis zu stellen und jeweils einen Nagel in einen Dachbalken zu schlagen. Das gelang in den meisten Fällen problemlos.

Mit dem Richtschmaus und geselligem Beisammensein klang das Richtfest aus. So regnerisch wie es begann, so sonnig wurde es später – vielleicht bedeutet es Glück für das Haus und die zukünftigen Bewohner, vielleicht ist es auch ein Dankeschön an die Organisatoren und Bauleute, die hart für das Projekt arbeiten.


*
Chris Müller-von Wrycz Rekowski; 1. Stellvertretender Oberbürgermeister der Hanse- und Universitätsstadt Rostock und Finanzsenator
Dr. Werner Stopperka; Aufsichtsratsvorsitzender der WG WARNOW
Steffen Laser; Geschäftsführer des VNW Landesverbandes M-V
Thomas Paulus; Vorstand WG WARNOW

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