Berufswahl, Praktikum und dazu der normale Schulunterricht. Für junge Menschen gibt es in der modernen Berufswelt immer mehr Optionen. Zeitgleich verändert sich diese Welt nahezu täglich, wird dynamischer, technischer und in vielen Bereichen anspruchsvoller. Was bleibt ist die Selbstständigkeit, wenn das Schulleben endet und das Berufsleben beginnt.
Jugendliche auf diesen Übergang von der Schule zum Beruf vorzubereiten, ist seit einigen Jahren Thema im Unterricht. Doch wie genau macht sich dieser Übergang bemerkbar, welche Chancen ergeben sich durch eine Ausbildung und wie ist das Leben nach dem Auszug aus dem „Hotel Mama“. Diese und weitere Fragen konnte unsere Auszubildende Emma Kasten aus dem 2. Ausbildungsjahr im Juni beantworten. Die angehende Immobilienkauffrau ist für ihre Ausbildung bei der WG WARNOW nach Rostock gezogen und berichtete in ihrem Vortrag an der Universitas Schule darüber, wie viel Verantwortung junge Leute mit dem Start ihrer Ausbildung übernehmen.
Inhaltlich ging es unter anderem um den Vergleich von Brutto- und Nettogehalt, notwendige Versicherungen sowie die tatsächlichen Lebenshaltungskosten im Alltag. Die anwesenden Schüler stellten zahlreiche Fragen und beteiligten sich aktiv am Gespräch. Es war zu spüren, dass der Vortrag genau auf die Lebenswelt und die Zukunftsfragen der Jugendlichen abgestimmt war.
Frank Jurides ist der verantwortliche Lehrer für die Berufsorientierung an der Universitas Schule in der Rostocker KTV. Er bedankt sich für die praktische Unterrichtsstunde von Emma Kasten in seiner 9. Klasse und merkt an: „Besonders beeindruckt waren viele Schüler davon, wie wenig vom ersten Gehalt nach allen Ausgaben teilweise übrigbleibt. Frau Kasten hat die Inhalte sehr verständlich, offen und sympathisch vermittelt und damit einen wertvollen Beitrag zu unserer Berufsorientierung geleistet.“
Als engagierte Wohnungsgenossenschaft der Region haben wir die schulische Arbeit sehr gerne unterstützt. Dass der Fokus dabei weniger auf den Ausbildungsmöglichkeiten bei der WG WARNOW lag, spielt für unsere Genossenschaft mit Blick auf die soziale Bildung der Jugendlichen eine untergeordnete Rolle. Entscheidend ist eher, dass die jungen Menschen mit einer realistischen Vorstellung in das Leben nach der Schule starten.